Zahnarzt
Zahnheikunde – Infos zu dem Thema Zahnarzt
1756 wurde von Philipp Pfaff das erste Lehrbuch über die Zahnheilkunde in der deutschen Sprache veröffentlicht.
Mit dem Titel: "Abhandlungen von den Zähnen und deren Krankheiten".
Philipp Pfaff er gilt in der deutschen Zahnheilkunde Begründer.
Die Ersten Zahnmediziner
Im Mittelalter wurden Zähne nicht von ausgebildeten Ärzten gezogen,
sondern von Handwerkern. Diese nannte mann auch "Zahnbrecher" oder "Zahnreißer".
Bevor die Möglichkeit der Betäubung des Patienten oder seiner Zähne zur Verfügung stand,
war schnelles Arbeiten notwendig.
Die Zahnmedizinische Behandlungen
Zunächst wird Befunderhebung und Diagnose in Bezug auf die Kariestherapie berücksichtigt.
Jeder Patient füllt, meist, wenn er das erste Mal in einer
Praxis behandelt wird, einen Fragebogen aus. Allgemeinerkrankungen können Auswirkungen auf die
Zahngesundheit haben. Zur schriftlichen Selbstauskunft führt der Patient und Arzt ein Gespräch.
Es folgt die Untersuchung. Die Zähne, das Zahnfleisch und die übrige Mundschleimhaut
des Patienten wird vom Arzt untersucht.
Hierbei werden fehlende Zähne, ersetzte Zähne,
Kariesbefall, Füllungen, Inlays, Onlays, Implantate sowie Fehlstellungen und sonstige Zahnerkrankungen festgehalten.
Behandlungsübersicht von einem Zahnarzt:
Das Berufsbild des Zahnarztes
Niedergelassene Zahnärzte in Deutschland praktizieren überwiegend in eigenen Praxen. Aber auch in Krankenhäusern und Universitätskliniken, im öffentlichen Gesundheitswesen, bei der Bundeswehr und in Forschung und Entwicklung in der Industrie sind Zahnärzte tätig.
In der modernen Zahnmedizin hat sich das Aufgabengebiet des Zahnarztes stark erweitert. Stand in der traditionellen Zahnmedizin die Behandlung und der Ersatz von Zähnen im Vordergrund, was natürlich auch heute noch weiterhin durchgeführt wird, so beschäftigt sich die Zahnmedizin von heute aber auch mit der Gesundung und Gesunderhaltung des gesamten orofazialen Systems. Deshalb spricht man heute auch richtigerweise von Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde weil neben den Zähnen der Zahnhalteapparat, die Kiefer, Muskulatur und Weichgewebe in der Mundhöhle sowie das Kiefergelenk mit eingeschlossen sind. Zähne werden natürlich weiterhin bei Bedarf mit Füllungen versehen und verlorengegangene Zähne ersetzt, wobei hierfür moderne Methoden und Materialien zur Auswahl stehen. Z. B. werden entzündete Wurzelspitzen entfernt, nicht erhaltungswürdige Zähne extrahiert oder Zahnlücken oft mit Implantaten und nicht mehr mit Brücken geschlossen. Prävention von Erkrankungen ist ein ganz wichtiges Aufgabengebiet des Zahnarztes in der heutigen Zeit. Diese sollte schon im Kindesalter mit einer gründlichen Aufklärung bezüglich der Mund- und Zahnpflege beginnen. Eine sorgsame Aufklärung des Patienten verbunden mit einer professionellen Zahnreinigung durch den Zahnarzt verhindert oftmals die Entstehung von Erkrankungen der Zähne und des Halteapparates.
Auch die Behandlung von Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers, die in der Regel schon im Kindesalter auftreten, fallen in den Aufgabebereich des Zahnarztes. Hierbei ist nicht nur der ästhetische Gesichtspunkt zu sehen, denn meist ist durch Fehlstellungen auch die Funktion im orofazialen Bereich beeinträchtigt. Abhilfe kann hier eine kieferorthopädische Behandlung, die von einem auf diesem Gebiet spezialisierten (weitergebildeten) Facharzt, dem Kieferorthopäden, durchgeführt werden sollte, schaffen.
Dadurch, dass sich viele Allgemeinerkrankungen zunächst in der Mundhöhle manifestieren, ist die Zahnmedizin fest in die Medizin integriert. Z. B. eine Diabetes mellitus erkennt man oft zuerst durch Veränderungen des Zahnfleisches. Infektionskrankheiten erschleichen sich ihren Eingang oftmals durch die Mundhöhle und schwerwiegende Zahnfleischentzündungen wirken sich oft auf den gesamten Organismus aus, so dass dem Zahnarzt hierbei als auch bei Tumoren die Rolle der Früherkennung zukommt.
Die moderne Zahnmedizin beschäftigt sich also nicht mehr ausschließlich mit der Behandlung von Zahnschmerzen, sondern, mit anderen medizinischen Fachdisziplinen, auch mit der Therapie von Kopf- und Gesichtsschmerzen. Einbezogen in die Ursachenforschung und Therapie des Zahnarztes werden dabei sowohl die Erkrankung der Zähne und des Zahnhalteapparates als auch der Muskulatur und des Kiefergelenks.
