Parodontitis



Für unser Selbstwertgefühl sind schöne Zähne ungeheuer wichtig. Wer schöne Zähne und dadurch ein gesundes Selbstwertgefühl hat, hat es leichter in der Kommunikation und dem Umgang mit seinen Mitmenschen. Das Gefühl für die eigene Attraktivität, die Lebensfreude und das Wohlbefinden werden wesentlich von der Zahnschönheit beeinflusst. Durch auftretende Parodontitis kann dies alles maßgeblich beeinflusst und gemindert werden.


Unter Parodontitis, umgangssprachlich fälschlicherweise auch als Parodontose bezeichnet, versteht man eine entzündliche Krankheit des Zahnhalteapparates. Parodontitis ist vermutlich die am häufigsten auftretende Infektionskrankheit weltweit und wird durch Bakterien ausgelöst, welche sich in sogenannten Plaques (Bakterienfilm) auf den Zähnen befinden. Die Bakterien sondern Stoffwechselprodukte aus, diese führen zu Abwehrreaktionen des Körpers, wodurch eine Entzündung entsteht. Wird die Parodontitis nicht rechtzeitig behandelt, wachsen die Bakterien immer weiter in Richtung Knochen, dringen in das umliegende Gewebe ein und zerstören die Kollagenfasern, mit denen die Zähne am Knochen befestigt sind. Das Zahnfleisch beginnt sich zurück zu bilden, die Zahnhälse liegen frei und die Zähne beginnen sich zu lockern bis hin zum Zahnausfall.


Inzwischen verlieren Erwachsene mehr Zähne durch Parodontitis als durch Karies.



Mögliche Ursachen der Parodontitis

Eine Ursache, welche die Entstehung der Parodontitis begünstigt, ist eine unzureichende Mundpflege. Einfluss auf die Entstehung der Parodontitis können auch, wie Wissenschaftler herausgefunden haben, genetische Faktoren haben. Fast ein Drittel der Menschen sind vermutlich für Parodontitis anfällig.


Weiter Faktoren für eine Krankheitsentstehung können aber auch Störungen des Abwehrsystems, Hormonschwankungen, eine Diabetes mellitus, vor allem wenn nicht ausreichend behandelt, Stress und Strahlentherapien sein. Gefördert wird das Bakterienwachstum auch durch eine ungesunde, insbesondere zuckerreiche Ernährung. Einen wesentlichen Risikofaktor stellt aber auch das Rauchen dar. Die Gefahr an Parodontitis zu erkranken kann sich hierdurch um das Zwei- bis Siebenfache erhöhen.



Verschiedene Formen der Parodontitis

Der Verlauf der Parodontitis ist individuell verschieden. Häufig handelt es sich um eine langsam fortschreitende Erkrankung. Schädigungen oder Zahnlockerungen treten oft erst nach einigen Jahren auf.


Wie die Parodontitis verläuft, ist individuell verschieden. In den meisten Fällen schreitet die Erkrankung langsam voran. Oft treten Schädigungen und Zahnlockerungen erst nach Jahren auf.


Aggressivere Formen, bei denen es relativ schnell zu bleibenden Schäden kommt, treten dagegen seltener auf. Störungen des Abwehrsystems oder besonders angriffslustige Bakterien können hier die Auslöser sein. Zahnmediziner unterscheiden daneben aber auch noch zwischen der genetischen bzw. auf Grund von Vorerkrankungen bedingte Parodontitis und der nekrotisierenden Parodontitis. Bei der nekrotisierenen Parodontitis führen auftretende Geschwüre zum Zahnfleischverlust.


Bei der chronisch apikalen Parodontitis, einer weiteren Form, verspürt der Patient erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome. Dabei können sich an den Wurzeln von Zähnen Zysten herausbilden, deren Nerven bereits abgestorben sind.



Was kann man gegen Parodontitis unternehmen?

Das erste Therapieziel ist, nach ausführlicher Befunderhebung die Vernichtung der auslösenden Bakterien. Der Zahnarzt reinigt und glättet zunächst die Wurzel durch die Beseitigung von Zahnstein und Plaque sowie Aberlagerungen unterhalb des Zahnfleisches. Eine zusätzliche Möglichkeit des Zahnarztes ist es, den Mundraum mit antibakteriellen Lösungen zu spülen.


Sind die Zahntaschen tiefer als 6 mm, wird ein chirurgischer Eingriff als Behandlungsmethode nötig, wobei die Gabe von Antibiotika in manchen Fällen zusätzlich angebracht ist. Allerdings sollte zuvor auf alle Fälle eine gründliche Zahnreinigung erfolgen, da die Bakterien im Zahnbelag relativ gut geschützt sind und das Antibiotika ohne Zahnreinigung nicht wirken kann. Nach der Therapie sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Nur so kann der Zahnarzt sehen, ob die Mundhygiene ausreichend ist oder erneute Veränderungen des Zahnfleisches früh genug erkennen und somit rechtzeitig eingreifen.


Regelmäßige Zahnarztbesuche und die tägliche, gründliche Zahnpflege mit Zahnbürste und Zahnseide sind die besten Vorbeugemaßnahmen. Da bei Menschen, welche unter Diabetes leiden ein hohes Risiko besteht an Parodontitis zu erkranken, ist es ganz wichtig, auf eine effektive Behandlung der Diabetes zu achten. Auch Raucher gehören zu der erhöhten Risikogruppe und sollten den Nikotinkonsum einstellen.


Zur Arztsuche für Zahnärzte die Parodontitis behandeln
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