Kiefergelenkbehandlung



Bei strukturellen, funktionellen, biochemischen und psychischen Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktionen auch CMD (craniomandibuläre Dysfunktion) genannt, muss eine Kiefergelenkbehandlung durchgeführt werden.


Auf Grund der Vielzahl der Symptome ist die Grundvoraussetzung für eine Kiefergelenkbehandlung die gründliche Erhebung der individuellen Krankengeschichte des Patienten. Hierfür wird in den meisten Fällen eine Funktionsdiagnostik als auch eine Funktionsanalyse durchgeführt.


Eine schonende und reversible Vorgehensweise ist der Grundgedanke bei der Behandlung einer CMD. Eingesetzt werden hierbei wissenschaftlich anerkannte Therapiekonzepte, welche, je nach Schweregrad der CMD, individuell auf den Patienten abgestimmt werden.


Die korrekte Diagnosestellung und die genaue Aufklärung des Patienten über die Krankheitszusammenhänge sind hierbei ein ganz wichtiger Schritt. Im Rahmen dieses Aufklärungsgespräches gibt der Zahnarzt dem Patienten meist gezielte Hinweise, wie er sich durch gewisse Verhaltensweisen, wie z. B. Dehnübungen, Entspannungsübungen, Kälte- oder Wärmeanwendungen, Stressmanagement oder weiche Nahrung Erleichterung verschaffen kann.


In vielen Fällen wird vom Zahnarzt eine Okklusionsschiene (Aufbissbehelf) eingesetzt. Diese kann zu einer Entlastung der Kiefergelenke und einer Entspannung der Kau- und Kopfmuskulatur verhelfen. Der Nutzen der Okklusionsschiene ist allerdings wissenschaftlich nicht belegt.


Bei der Kiefergelenkbehandlung ist es wichtig, dass der Zahnarzt mit Kieferorthopäden, Physiotherapeuten, Neurologen, Schmerztherapeuten und Psychotherapeuten eng zusammen arbeitet, da, wie schon oben erwähnt, es eine Vielzahl von Symptomen bei einer CMD geben kann, welche die verschiedensten Ursachen haben können.


Federführend dabei sollte allerdings, zumindest zu Anfang, immer der Zahnarzt sein.


Kiefergelenkbehandlung
Zurück zur Startseite